Lehrgang: Trauma. Und wie geht's weiter? mit Andrea Satzinger, Silke Ortner, Cordula Reimann und Eva Gütlinger

Fr, 24. September 2021, 14:00 Uhr - Sa, 15. Januar 2022, 18:00 Uhr
HP23, Hauptplatz 23, 4020 Linz

Weiterbildung für einen ressourcenorientieren Umgang mit belastenden Lebenssituationen 
 
Potenziell traumatische Erfahrungen macht jeder Mensch. Wir alle haben Erlebnisse, die verletzen, überfordern oder überlasten. Doch nicht jeder Mensch reagiert gleich auf Ereignisse wie den Tod von Angehörigen, Mobbing, Missbrauch, Gewalt und seelische Krisen. Abhängig von persönlichen Umständen und Vorerfahrungen, von familiären Prägungen, kontextspezifischen Möglichkeiten und vorhandenen geistigen oder materiellen Ressourcen kann ein- und dasselbe Erlebnis für einen Menschen ein (schwieriger) Lernschritt werden und für den anderen eine nicht mehr heilende Wunde bleiben.
Trauma wird auch als nicht vollendete Lernerfahrung definiert. Wenn die Lernerfahrung – zu einem späteren Zeitpunkt – abgeschlossen werden kann, braucht sie kein dramatischer Wendepunkt zu bleiben. Jede Erfahrung kann in einen Ausgangspunkt für eine erneuerte Lebensgestaltung umgewandelt werden.
In diese Weiterbildung fließen Erkenntnisse aus Psychotherapie, Neurobiologie, Traumaforschung, lösungsfokussierter Beratung, Erwachsenenbildung, Epigenetik und ganzheitlichem Weltbild zusammen, um einen erweiterten, heilsamen und zukunftsorientierten Umgang mit Trauma und schmerzhaften Erlebnissen finden zu können.


ZIEL DER WEITERBILDUNG

  • Vermittlung von Wissen über Trauma
  • Kenntnis von Traumafolgen und Symptomen
  • Stärkung von Ressourcenorientierung und Lernmöglichkeiten
  • Förderung von Resilienz und innerem Wachstum
  • Weiterentwicklung im persönlichen und beruflichen Kontext


Ein umfangreiches Skriptum mit Hintergrundinformationen wird zur Verfügung gestellt.
 

ZIELGRUPPE


Menschen, die in Beratung und Begleitung tätig sind
Menschen, die mehr über Trauma und Traumaverarbeitung erfahren möchten
z. B.: Lebens- und Sozialberater*innen, Psychotherapeut*innen, Lehrer*innen, Erwachsenenbildner*innen, Sozialarbeiter*innen, Physiotherapeut*innen, Ärzt*innen usw.
 

AUFBAU DER AUSBILDUNG


Modul 1: Was ist ein Trauma?
Schwierige, verletzende und dramatische Lebensereignisse hinterlassen tiefe Spuren in der Psyche von Menschen. Nicht immer ist leicht zu erkennen, welche Auswirkungen ein Trauma hat und welches Verhalten möglicherweise auf frühere traumatische Erfahrungen verweist. Traumaforschung und Traumatherapie liefern wertvolle Erkenntnisse und Hintergründe für den Umgang mit traumatisierten Menschen. Vertieftes Hintergrundwissen aus der Traumatheorie stärkt für künftige Herausforderungen und die Begegnung mit Menschen, die an Traumafolgen leiden.

Termin: 24. und 25. September 2021; 22. und 23. Oktober 2021
jeweils Freitag 14 – 19 h, Samstag 10 – 18 h
Dieser Teil besteht aus vier aufeinander aufbauenden Seminartagen
Gestaltung: Andrea Satzinger-Plappart und Silke Ortner
Ort: Hauptplatz 23, 4020 Linz
 

Modul 2: Transgenerationale Traumata
Wie die Traumaforschung zeigt, werden Traumata auch vererbt. Über epigenetische Faktoren, Veränderungen der DNA und familienspezifische Bewältigungsmechanismen und Verhaltensweisen können Trauma innerhalb der Familie an die Nachkommen und verschiedene Generationen weitergegeben werden. Die Thematisierung der transgenerationellen Fragestellung ermöglicht es den körperlichen und seelischen Auswirkungen eine eigene familien-gerechte Geschichte zu geben und die eigene Geschichte als persönliche Ressource zu sehen und zu leben. Das Wissen um transgenerationale Zusammenhänge ist ein wertvolles Werkzeug, das wir auch ohne genaue Detailkenntnisse über die historischen Ereignisse nützen können.

Termin: 10. und 11. Dezember 2021 (Freitag 14 – 19 h, Samstag 10 – 18 h)
Gestaltung: Cordula Reimann
Ort: Hauptplatz 23, 4020 Linz
Das Modul 2 kann auch einzeln gebucht werden. Preis bei Einzelbuchung: 250,-


Modul 3: Ressourcen stärken – Resilienz entwickeln
Wenn Menschen traumatische Erfahrungen erleben müssen, blockiert das oft den Zugang zu Ressourcen und Fähigkeiten weit über das Trauma hinaus. Selbst wenn das Erlebnis weit zurückliegt, braucht es im heutigen Leben noch Stärkungen und Ermutigungen, einen sicheren Raum im eigenen Inneren, um wieder frei ins Leben schauen zu können. 
Resilienz ist die Fähigkeit auch nach schweren Belastungen positiv und kreativ mit dem Leben umgehen zu können. Resilienz kann erlernt und entwickelt werden, wenn wir uns darauf konzentrieren, erweitern wir wiederum die künftigen Möglichkeiten.

Dauer: 14. und 15. Jänner 2022 (Freitag 14 – 19 h, Samstag 10 – 18 h)
Gestaltung: Eva Gütlinger
Ort: Hauptplatz 23, 4020 Linz
 

ORGANISATORISCHES


Gesamtpreis bei Buchung aller Seminarteile: € 960,-
Preis bei Einzelbuchung "Transgenerationale Traumatisierung" (Veranstaltung unter "Alle Termine"): € 250,-

Weitere Infos: kontakt@bildungsfreiraum.com

Individuelle Förderungen über das Bildungskonto des Landes OÖ. (oder auch anderer Bundesländer) sind möglich – bitte bei Anspruch individuell abklären. https://www.land-oberoesterreich.gv.at/170925.htm

Eine Anrechnung von 60 Einheiten für eine Lebens- und Sozialberater*innen-Ausbildung als Teil der Krisenintervention ist möglich. Nähere Infos: https://www.bildungsfreiraum.com/lsb-ausbildung

Der Lehrgang ist mit 5 ECTS bei der wba - Österreichische Weiterbildungsakademie - akkreditiert.

Kurstage:
Fr 24. September 2021, 14:00 - 19:00 Uhr
Sa 25. September 2021, 10:00 - 18:00 Uhr
Fr 22. Oktober 2021, 14:00 - 19:00 Uhr
Sa 23. Oktober 2021, 10:00 - 18:00 Uhr
Fr 10. Dezember 2021, 14:00 - 19:00 Uhr
Sa 11. Dezember 2021, 10:00 - 18:00 Uhr
Fr 14. Januar 2022, 14:00 - 19:00 Uhr
Sa 15. Januar 2022, 10:00 - 18:00 Uhr